“Pflegen wir Beziehungen! In einer Zeit, die zu Beschleunigung und Fragmentierung neigt, verlangt der menschliche Körper weiterhin nach Fürsorge und Anerkennung durch Hände, die zu Zärtlichkeit fähig sind, durch aufmerksame Menschen und durch freundliche Worte. Die digitale Kultur vervielfacht Verbindungen und bietet neue Möglichkeiten der Begegnung; dennoch bewahrt das menschliche Herz ein unverzichtbares Bedürfnis nach Nähe. Ich lade dazu ein, an Orten und Zeiten festzuhalten, wo die physische Anwesenheit zählt: am gemeinsamen Tisch, an der christlichen Gemeinschaft, die sich versammelt, am Besuch bei einsamen Menschen und am Dienst an den Armen. Dies sind Zeichen einer Menschlichkeit, die weiter daran glaubt, dass jeder Leib Tempel des Heiligen Geistes und Wohnung Gottes ist, und gerade diese Verbindung von Herrlichkeit und Schwäche wird zum Maßstab für die Bewertung der anthropologischen Modelle, die die heutige Kultur vorschlägt.”
Magnifica humanitas 239