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Die ganze Pfingstnovene ist als Download erhältlich unter:
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Inhaltlich verantwortlich:
Referat Neuevangelisierung
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Text:
Dr. theol. Veronika Ruf
Pfingstsequenz:
Übersetzung von Maria Luise Thurmair und Markus Jenny
© Herder Verlag
Pfingstnovene - Tag 8
des Sohnes
und des Hl. Geistes
Amen
Komm herab, o Heiliger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.
In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt, lenke,
was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
Amen. Halleluja.
Achter Tag
Wärme du, was kalt und hart
Der Heilige Geist wirkt gegen Hartherzigkeit. Er schenkt das Erbarmen Gottes und bricht verbohrtes Denken auf. „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch“ (Ez 36,26). Der Geist wärmt die Herzen, die in die Irre gehen und bewirkt eine neue Ausrichtung auf Gott hin.
Löse, was in sich erstarrt
Viele Menschen tragen lähmende Ängste, Sorgen und Misstrauen mit sich herum. Sanft und behutsam löst der Heilige Geist diese Blockaden gegenüber Gott und den Mitmenschen auf. Er bringt Dinge wieder in Fluss, gibt ein Grundvertrauen in das Leben und versichert uns der Liebe und Geborgenheit in Gott: „Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (Röm 8,15)
Lenke, was den Weg verfehlt
Dem Heiligen Geist wird wie selbstverständlich zugeschrieben, dass er führt und leitet. So betet schon der Psalmist: „Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad“ (Ps 143,10). Im Römerbrief werden Christen geradezu definiert als vom Geist geführte: „Denn alle, die sich vom Geist leiten lassen, sind Kinder Gottes“ (Röm 8,14). Wir sollen uns also nicht allein durch die menschliche Einsicht bestimmen lassen, sondern sensibel werden für die Wege Gottes. Der Geist führt immer den Weg zur Wahrheit: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen“ (Joh 16,12). Das kann auch mit Konfrontation verbunden sein. Wahrheit ist nie bequem. Wenn der Geist der Sünde überführen will, stößt er nicht immer auf Einsehen. Stephanus ist „erfüllt vom Heiligen Geist“ (Apg 7,55). Seine Gegner sind es nicht: „Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widerset zt“ (Apg 7,51). Statt sich dem Zeugnis des Geistes zu beugen, schlagen sie den verkehrten Weg ein und steinigen ihn. Hier fehlt die Fügsamkeit, sich der Leitung des Geistes zu beugen.
Gebet um Führung
V Komm herab, o Heiliger Geist
— brich die harten Herzen auf
A Komm, Heiliger Geist
V — entzünde in uns das Feuer deiner Liebe
— schenke ein neues Grundvertrauen in Gott
— neige mein Herz dem Willen Gottes zu
— lenke die Kirche auf den richtigen Weg
— zeige uns das Ziel unseres Lebens
A Herr, unser Gott, der Heilige Geist,
der uns deine Wege führt,
mache uns aufmerksam für deine Weisung.
Er lenke unser Denken, Fühlen und Wollen,
damit wir uns in allem ganz auf dich ausrichten.
Amen.