Danke fürs Mitbeten!
Die ganze Pfingstnovene ist als Download erhältlich unter:
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Inhaltlich verantwortlich:
Referat Neuevangelisierung
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Text:
Dr. theol. Veronika Ruf
Pfingstsequenz:
Übersetzung von Maria Luise Thurmair und Markus Jenny
© Herder Verlag
Pfingstnovene - Tag 1
des Sohnes
und des Hl. Geistes
Amen
Komm herab, o Heiliger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.
In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt, lenke,
was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
Amen. Halleluja.
Erster Tag
Komm herab, o Heiliger Geist
Weshalb bitten wir „Komm, Heiliger Geist!“, wenn wir ihn doch schon in Taufe und Firmung empfangen haben? In diesen beiden Sakramenten ist er uns innerlich geworden und bleibt beständig bei uns. „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?” (1 Kor 3,16) Doch kommt der Heilige Geist nicht ein für alle Mal, sondern immer wieder neu, tiefer und anders. Jede neue Ausgießung des Geistes bringt etwas Erfrischendes und Herausforderndes. Der Geist „lässt die Kirche allezeit sich verjüngen und erneut sie immerfort“ durch sein beständig neues Kommen (Zweites Vatikanisches Konzil, Lumen Gentium 4). Rechnen wir damit?
Der die finstre Nacht zerreißt
Jeder befindet sich einmal in einer Glaubensnacht, der eine mehr, der andere weniger. Der Geist Gottes bricht die Sinn- und Orientierungs- losigkeit auf, vertreibt Unwissenheit und Verwirrung und gibt eine klare Sicht auf Gott, die Menschen und alle Dinge. Er verschafft mir den „Durchblick“. Er ist der „Geist des Glaubens“ (2 Kor 4,13), der mir immer schon mit seiner Gnade zuvorkommt, damit ich zu einem tiefen Glauben komme. Er wirkt in der Kirche, damit sie wie eine Mutter ihre Kinder zum Licht des Glaubens führt.
Strahle Licht in diese Welt
„Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm“ (1 Joh 1,5). Ist der Vater die Quelle des Lichts, dann ist der Sohn das Licht selbst – „Ich bin das Licht 8 der Welt“ (Joh 8,12). Der Heilige Geist ist dann der Strahl des Lichts, der uns trifft und uns sehend macht. Der Geist Gottes erreicht Herz, Geist und Seele und macht sie hell. Nichts anderes ist Inspiration. Auf vielen Bildern ist der Geist Gottes als Taube dargestellt, die von oben kommend einem Heiligen etwas ins Ohr flüstert, etwa Papst Gregor dem Großen, Hildegard von Bingen oder Kreszentia von Kaufbeuren. „Der Heilige Geist muss der oberste Führer des Menschen, das Licht des menschlichen Geistes sein“ (Johannes Paul II., Dominum et Vivificantem 6). Erbitten wir uns dieses Licht von oben.
Gebet um die Erneuerung der Kirche
V Komm herab, o Heiliger Geist
komm ganz neu in deine Kirche
A Komm, Heiliger Geist
V Erneuere in mir und in allen die Tauf- und Firmgnade
Gib dich als Geist des Vaters und des Sohnes zu erkennen
Führe uns aus den Dunkelheiten zum Licht
Inspiriere unser Denken und Fühlen
Mache unser Inneres hell
A Herr, unser Gott, der Heilige Geist, der die Kirche erneuert,
erleuchte die Bischöfe, Priester, Ordensleute und alle Gläubigen.
Er lasse alle Menschen in unserem Bistum dich erkennen und lieben.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.
Amen.